Kaum hatte Marie (die selber Filipina ist) mich und Herr Heumann kurz auf der Straße stehen lassen, um etwas zu Essen zu kaufen, wurden wir von Leute umringt. Wir waren zwar wie Einheimische gekleidet und trugen keine sichtbare Kamera oder so, aber viele Einheimische hatten noch nie in ihrem Leben einen Europäer gesehen. Es wurden (ganz ohne Scheu und ohne zu fragen) Fotos von uns gemacht, wir wurden angefasst, angesprochen, nach unseren Namen gefragt, mit großen Augen angestarrt. Auch auf dem Weg zur Wohnung (wenn man es so nennen möchte) von Maries Schwester liefen sie hinter uns her, zeigten auf uns, tuschelten. Nicht auf abfällige Art, sie waren alle mehr als freundlich und hilfsbereit. Herr Heumann hatte selbst vier Jahre auf den Philippinen gelebt, aber für mich waren es quasi zwei Welten, die aufeinander treffen. Ich lasse mal die Bilder sprechen. Entschuldigung schonmal für die schlechte Qualität der Bilder, bei der geringsten Dämmerung streikt meine Kamera.
Ein Friseursalon direkt an der Straße. Es werden auch Messer geschliffen, ohne eine Schweißmaske zu tragen und Möbel mit provisorischem Werkzeug repariert.
Rambutan, die philippinische Version der Litchi zum Spottpreis. Das Einkommen eines Verkäufers oder Fahrers (Motorrad oder Tricycle) reicht definitiv nicht für den Lebensunterhalt.
Tiere laufen überall frei herum, da sieht man schonmal einen Hasen im Getreide.
Je weiter man sich von der Hauptstraße entfernt, desto ärmlicher wird die Gegend.
Es hängen teilweise freie Stromkabel herum, in keiner Weise gesichert.
Wilde Hunde, die von Abfällen leben und sehr räudig aussehen und Flöhe haben.
In dem hinteren Wohnhaus leben zwei Großfamilien.
Der Spielplatz, bestehend aus Betonröhren.
Ein Laden, es herrscht große Konkurrenz untereinander.
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